Paradiesgärtlein

Heute Morgen ging ich mit unserem Hund durch unser wunderschönes Niederbergisches Land. Wie ich es fast jeden Morgen tue, wie ich es liebe, warum ich seit Jahrzehnten Hunde habe. Den Tag begrüßen. Bei herrlichem Wetter ist das nochmal so schön! Und heute war herrliches Wetter. Ich dachte an meine Oma. Die saß, sie war weit in den 80ern, auf der großen Terrasse unseres Hauses, schaute in den Garten und meinte fröhlich: „Ist es nicht schön, mein Paradiesgärtlein!“ Meist strickte sie dabei Socken für meinen Vater, ihren Schwiegersohn.

Oma hatte kein einfaches Leben. Es war arbeitsreich, oft hart, zwei Weltkriege, wobei sie den 2. in Ostdeutschland und in Berlin erlebte und dort durch die Hölle ging. Dresden hat sie kurz vor der Feuersbrunst verlassen, die Flammen sah sie vom Zugfenster aus lodern. Sie war mit ihren Kindern in Sicherheit, ihr Mann, mein Opa, war verschwunden. Er war staatenlos und musste vor den Nazis fliehen. Nach dem Krieg fanden sie sich wieder.

Aber die letzten Jahre, die hat Oma genossen, in ihrem Paradiesgärtlein. Daran musste ich heute denken, als ich die Sonne am Horizont aufgehen sah und ich dachte, ja, das ist es, es ist ein kleines Paradies, mit dem Hund der Sonne entgegen in dieser wunderschönen Gegend.

Und das bin ich, vor ca. 56 Jahren bei meiner Oma in Berlin 😝

IchBerlinSofa

2 Antworten auf “Paradiesgärtlein”

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